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FAQ

Bei Data Clean Rooms handelt es sich um sichere und neutrale Räume zur Datenkollaboration zwischen zwei oder mehr Parteien. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf dem datenschutzkonformen Umgang mit den Daten.
Dieser neutrale Raum ermöglicht es Unternehmen, die eigene first-party Data mit der first-party Data von anderen Unternehmen zusammenzuführen, wobei die Dateneigentümer nur Zugriff auf ihre eigenen Daten haben. Die Daten werden zum Beispiel durch Verschlüsselung geschützt.

Neue gesetzliche Datenschutzbestimmungen und das steigende Datenschutzbewusstsein der Verbraucher fordern Anpassungen der Werbebranche. Mit Daten arbeiten bedeutet heute auch, den Datenschutz und die Privatsphäre zu wahren und vertrauenswürdig für die Verbraucher zu handeln.
Ein Data Clean Room löst die Herausforderungen, die sich in diesem Zusammenhang für die Werbebranche ergeben:

Vertrauen bei den Verbrauchern ist wichtig. Daher müssen die Daten vor Datenleaks geschützt werden, und ein sorgsamer Umgang mit den personenbezogenen Daten gewährleistet sein.
Bei der Zusammenarbeit mit anderen Parteien muss sichergestellt werden, dass die Dateneigentümer die Kontrolle über ihre Daten behalten, um das Risiko des Datenmissbrauchs zu minimieren.
Besonders bei der Zusammenarbeit mit Partnern schränken die Datenschutzgesetze die Zusammenarbeit und damit die Skalierung und Adressierung ein.

Ohne Data Clean Room kann es also zukünftig zu schlechteren Leistungen wie niedrige Trefferquoten, geringere Genauigkeit oder höhere Kosten kommen.

Data Clean Rooms werden auf drei Arten angeboten:

  • Als Walled Gardens von Adtech wie Amazon, Google oder Facebook.
  • Als Data Clean Rooms unabhängiger Firmen, die außerdem Eigentümer von first-party Data sind, wie Publisher und Werbe-Firmen.
  • Oder als Data Clean Rooms von großen Firmen, die viele eigene Nutzerdaten haben, wie Disney, Spotify oder TikTok.

Theoretisch kann ein Data Clean Room von jeder Branche genutzt werden, die mit sensiblen oder regulierten Daten arbeitet.
Hier ein paar dieser Branchen:

  • Werbetreibende benötigen zum Datenaustausch mit Publishern einen neutralen Raum, um zielgenaues Werben möglich zu machen
  • Gesundheitswesen: In diesem Bereich wird mit sensiblen personenbezogenen Daten gearbeitet, die hohen Datenschutz erfordern
  • Versorgungsunternehmen für z.B. Strom erheben Daten über den Energieverbrauch der Kunden, welche dann für die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen relevant sein könnten
  • Finanztechnologien arbeiten mit sensiblen Finanzdaten, die einen hohen Datenschutz erfordern, auch, um Betrug auszuschließen
  • Entertainment, z.B. Streaming, Kino oder Sportstätten sammeln Daten zu Verhalten und Käufen ihrer Nutzer, welche dann von Interesse für andere Anbieter sein können.

Data Clean Rooms können sich, je nach Anbieter, unterscheiden.
Hier sind fünf bekannte Arten:

  • Walled Gardens Data Clean Rooms sind ein geschlossenes Ökosystem mit direkter Verbindung zu der personenbezogenen first-party Data großer Tech-Unternehmen wie Google
  • Branded Data Clean Rooms werden von großen Marken genutzt, um anderen Unternehmen das Werben auf ihrer Seite im Zusammenhang mit ihren eigenen Datenpools an Kundenerkenntnissen zu ermöglichen
  • Pure Play Data Clean Rooms werden von spezialisierten Anbietern für Data Clean Rooms angeboten
  • Publishers Data Clean Rooms sind Plattformen von Publishern für Digital- und Printmedien sowie TV und Streaming, die ihre Nutzerdaten für ein besseres Targeting einsetzen möchten
  • Marketing Intermediaries Data Clean Rooms dienen als Plattform zum Vergleichen und Verarbeiten von Daten durch Agenturen und Ad-Anbietern im Auftrag ihrer Kunden.

Die Medienlandschaft verändert sich stark:

  • Die third-party Cookies werden in Zukunft nicht länger unterstützt.
  • Die Datenschutzbestimmungen werden strenger, was ein zielgruppengenaues Werben zunehmend erschwert.
  • Die Anzahl der Kanäle steigt ebenfalls. Eine Messung und Attribution wird daher noch wichtiger für die Optimierung von Werbeausgaben.

Die Folge ist eine ungenaue Zielgruppenansprache durch erhöhte Streuverluste und damit ineffiziente Werbeausgaben.

Als Alternative zur Nutzung von Data Clean Rooms kommen mehrere Alternativen in Frage:

  • Universal IDs ersetzen die third-party Cookies, da bei programmatischer Werbung IDs benötigt werden. So werden aus E-Mail Adressen hashed IDs gemacht
  • Privacy Sand Box von Google Chrome bietet den Schutz der Privatsphäre von Nutzern und ermöglicht Werbenden und Publishern trotzdem, Kampagnen zu starten, zu messen und zu überprüfen. Dabei wird Topics API als neuer Standard verwendet, Nutzern Themen zu zeigen, die sie interessieren
  • Ad Targeting mit Kontext ermöglicht Werbung zum Kontext der Seite/App, auf der sich der Nutzer befindet.

Data Clean Rooms müssen sich im Umgang mit personenbezogenen Daten an die Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Landes halten.
Das können zum Beispiel die DSGVO, HIPAA, COPPA, CCPA oder GDPR sein.

Darüber hinaus können Data Clean Rooms Zertifizierungen wie SOC 2, TRUSTe, ePrivacy, CSA STAIR oder ISO vorweisen.

Data Clean Rooms sind die Alternative für die Zukunft ohne third-party Cookies. Sie ermöglichen die Zielgruppensegmentierung, Analyse und Erfolgsmessung um Kampagnen ebenso effektiv zu führen wie zuvor.

Seit Jahren werden für die Adressierung von Internetnutzern die third-party Cookies verwendet. Diese werden zum Ende des Jahres 2024 nicht länger unterstützt. Um weiterhin datenschutzkonform digitale Werbeplätze zu nutzen, sind Data Clean Rooms eine gute Alternative.

Data Clean Rooms ermöglichen die Zusammenarbeit mit Partnern über eine neutrale, sichere Plattform und bieten möglicherweise sogar eine bessere Zielgruppensegmentierung, als es third-party Cookies zuvor konnten.

So können Publisher auch in Zukunft zielgerichtete Vermarktung betreiben, unabhängig von einzelnen großen Unternehmen mit vielen Daten.

Ein Data Clean Room ermöglicht ein hohes Maß an Datenschutz, der durch verschiedenen Funktionen gewährleistet wird.

Zum einen stellt er einen sicheren Rahmen für den Datenaustausch zwischen mehreren Parteien dar. Die Daten der Parteien werden kombiniert, ohne dass unbefugte Zugriff auf die Daten haben oder ein Datenleck entstehen kann.
Im Rahmen der Nutzung gibt es Zugriffskontrollen und Audit-Trails für eine transparente Nachverfolgung der Dateninteraktionen.
Integriert sind Funktionen zur Anonymisierung der sensiblen Daten zum Schutz der Privatsphäre, orientiert an den gesetzlichen und branchenspezifischen Anforderungen.

  1. Die Daten aus mehreren Datenquellen werden im Data Clean Room zusammengeführt
  2. Im Rahmen der Anonymisierung werden die Daten so verschlüsselt, dass sie nicht re-identifizierbar zu einzelnen Personen sind
  3. Die bereinigten Datensätze werden anschließend in der Analyse auf Überschneidungen überprüft, um neue Einblicke über die Nutzer zu bekommen
  4. Die Daten werden dann mit zusätzlichen Informationen angereichert
  5. Um personalisiertes Marketing zu ermöglichen, werden die Daten auf Grundlage ihrer Gemeinsamkeiten z.B. im Bezug zum Verhalten oder einzelne Merkmale segmentiert
  6. Die entstandenen Daten bieten die Grundlage für effektive, zielgerichtete Werbung.

Data Clean Rooms können auf verschiedene Weisen genutzt werden.

Zum Beispiel für:

  • Datenkonsolidierung, um Kunden-IDs zu vervollständigen
  • Datenanreicherung, um Erkenntnisse über Präferenzen und Verhaltensmuster zu gewinnen
  • Kampagnenoptimierung, um Nutzer gezielter anzusprechen oder auszuschließen
  • Neukundenaquise, um Nutzer mit bestimmten Merkmalen gezielt anzusprechen
  • Messung der Kampagnenwirkung, um rückwirkend den Erfolg einer Kampagne bewerten zu können

Um einen Data Clean Room zu implementieren, bedarf es mehrerer Schritte.

  1. Zu Beginn muss Zugang und Übersicht zu den eigenen Daten sichergestellt werden
  2. Dann müssen die eigenen Daten strukturiert werden
  3. Es müssen Experten beteiligt werden, die Erkenntnisse aus den Daten gewinnen können
  4. Außerdem muss ein Austausch-Medium für den DCR gefunden werden. Meistens ist das eine Cloud-Lösung
  5. Im letzten Schritt bedarf es der richtigen Datenpartner, die den eigenen Maßstäben für eine Zusammenarbeit genügen.

Die Vorteile der Data Clean Rooms sind darin begründet, dass sie trotz Datenschutzanforderungen und cookieless future zielgruppengenaue Werbung ermöglichen.

Durch Zugriffskontrollen sind sie eine sichere Möglichkeit, Daten vor unbefugtem Zugang zu schützen, wobei der Dateneigentümer stets die Kontrolle über seine Daten behält.

In diesem sicheren Raum wird dann umfangreiche Erkenntnissgewinnung über Kunden, Kampagnen und Zielgruppen ermöglicht.
Sie bieten darüber hinaus einen zusammenfassenden Überblick über die Kampagnenleistung über mehrere Kanäle.

Data Clean Rooms sind die optimale Unterstützung, wenn es um Werbemaßnahmen geht!

Wird ein Data Clean Room manuell Verwaltet, können menschliche Fehler passieren. So kann es durch fehlerhafte Handhabung dazu kommen, dass ein falscher Zugriff gewährt wird, Abfragen falsch formuliert sind oder die Daten in einem unsicheren Umfeld ausgetauscht werden.

Außerdem schwankt das Niveau im Bezug auf Datensicherheit unter den Anbietern von Data Clean Rooms.

Zu bedenken ist auch, dass Daten unterschiedliche Datenschutzanforderungen benötigen. In manchen Branchen brauchen die Daten besonders hohe Sicherheitsstandards, zum Beispiel im Umgang mit Finanzdaten.

Trotz der überwiegenden Vorteile, sind Data Clean Rooms noch nicht Standard. Das liegt vor allem an Hindernissen, auf die Interessierte stoßen könnten.

Die Nutzung von Data Clean Rooms bedarf der richtigen Aufbereitung der Daten, um sie nutzbar zu machen. Kann dies nicht gewährleistet werden, ist ein Data Clean Room keine Option. Außerdem benötigt eine Zusammenarbeit mit den richtigen Partnern viel Zeit und gestaltet sich teilweise als sehr aufwendig. In manchen Fällen kann eine Datenkollaboration sogar auf Grund von Sicherheitsbedenken und Datenschutzrisiken abgelehnt werden.

Die Datensicherheit beschränkt zusätzlich meist die Nutzung bestimmter anderer Tools.

Kurz gesagt, in Data Clean Rooms gibt es umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit und Privatsphäre. Das sind zum Beispiel die Einsetzung von Codierung, Zugriffsbeschränkungen, Differential Privacy und Noise Injection.

Privacy enhancing technologies sind Software und Hardware-Lösungen, die die gemeinsame Nutzung von Daten bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre und des Datenschutzes ermöglichen. PETs werden in Data Clean Rooms aus eben diesem Zweck eingebunden.

Es gibt sieben PET-Prinzipen:

  1. Einschränkung bei der Erhebung personenbezogener Daten
  2. Identifikation/Authentifizierung/Autorisierung
  3. Standardtechniken zum Schutz der Privatsphäre
  4. Pseudo-Identität
  5. Verschlüsselung (Encryption)
  6. Verschlüsselung Biometrie (Biometrics)
  7. Audit-Fähigkeit

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